#Notizbuchliebe – Durchatmen und weitermachen 

Notizbuch 'Go with the flow" mit einer Lichterkette

Einfach mal machen können – ein Traum. Lesen, solange man will. Schreiben, bis die Hände zittern. Streams, bis die Augen schmerzen. Lachen, bis die Tränen fließen. Den eigenen Empfindungen nachgehen wie und wann man will. Ein Traum. Also durchatmen und weitermachen.

Ich neige dann gerne dazu auf all die Störfaktoren zu schimpfen, die mich von dem abhalten, was wir viel lieber tun würden. Denn, wir wissen, egal wie sehr wir uns aufregen und sie verfluchen – sie gehen nicht weg. Das sind Rechnungen, die bezahlt werden wollen. Arbeit, die erlediget werden muss. Ein Haus oder eine Wohnung, das sich nicht von selbst putzt. Mein Mann, die Kinder und Haustiere verlangen nach ihrem Anteil an Aufmerksamkeit – zu recht, sehr gerne und jederzeit. Darüber muss ich nicht diskutieren. Und nein, über die wird weder geschimpft, noch verflucht, immerhin habe ich mich ja bewusst für sie entschieden. Abgesehen vom Haustier – ich habe keins.

Statt zu lamentieren, versuche ich mich auf die Zeitfenster zu konzentrieren, von denen ich weiß, dass ich sie sinnvoll nutzen kann. Und nutzen muss, wenn ich vorankommen will. Wenn ich all die Blogpost-Ideen, Buch-Ideen und Foto-Ideen umsetzen und zu Papier bringen will. Und ich will. Das steht außer Frage. Manchmal ist es schwer sich aufzuraffen und nach der Einschlafbegleitung nochmals aus dem Bett zu krabbeln um den Laptop anzuwerfen. An solchen Abenden soll es eben nicht sein.

Durchatmen und weitermachen – die wenige Zeit nutzen

Doch dann, wenn ich mein geliebtes Macbook aufgeklappt habe, die frische leere Datei vor mir habe, die nur darauf wartet, mit dem Buchstabensalat gefüllt zu werden, der in meinem Kopf herumschwirrt, dann läuft es plötzlich. Dann bin ich im Flow. Schreibe, korrigiere, fotografiere, drehe und schneide, unterlege und wünschte mir ich hätte noch ein paar Doubles, die parallel an all den anderen Projekten arbeiten, die ich notgedrungen weiter hinten priorisieren musste, weil ich nun mal auch nur immer eins nach dem anderen machen kann.

Meist orientiere ich mich an meinen eigenen Deadlines. Immerhin habe ich sie ja aus gutem Grund  aufgestellt. Es sei denn natürlich, sie kommt plötzlich um die Ecke. Diese eine „bahnbrechende“ Idee, nach der man immer gesucht und sie doch nie gefunden hat. 

Go with the flow – das klingt immer schön und gut, erzwingen lässt sich das aber nicht. Für mich muss da alles zusammen passen. Die Laune, die To Do´s, die Musik und die Einstellung. Wenn ich meine Arbeit als muss betrachte geht es nicht. Aktuell lese ich mir mein erstes vollendetes Buch laut vor. Etwas, das ich wochenlang vor mir her geschoben habe weil ich allein den Gedanken daran so furchtbar fand. Und irgendwann habe ich mir gesagt: Es reicht. Du willst das Buch ja auch veröffentlichen, also musst du da jetzt durch. Du hast unglaublich viel Zeit in diese 100.368 Wörter investiert, jetzt reiß dich zusammen und leg los. Wenn es scheiße klingt, musst du eben so lange umstellen, bis es passt.

Was soll ich sagen? Die ersten sieben Kapitel habe ich mir inzwischen vorgelesen und tatsächlich noch einiges geändert, was laut ausgesprochen einfach wirklich doof klang. Aber hey, immerhin war ich im flow – und sogar recht produktiv.

 

Wie ist das bei Euch? Helfen Euch Phrasen wie “Durchatmen und weitermachen” oder braucht Ihr stattdessen vielleicht ein besonderes Lied, Euer Lieblingsgetränk oder einen speziellen Snack?

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