„Ruf des Mondes“ von Patricia Briggs – Zu viel des Guten

“Ruf des Mondes” von Patricia Briggs hat eigentlich alles, was ich mir von einer guten Romance-Fantasy-Geschichte wünsche: starke Frauen, Gestaltwandler, Magie, Spannung, Mystery und eine gute Prise Sexappeal.

“Ruf des Mondes“ – Mystik in Tri-Cities

Mercedes „Mercy“ Thompson steht mit beiden Beinen fest im Leben: Sie besitzt eine Werkstatt, die sich auf deutsche Autos spezialisiert hat. Vor allem die deutschen Volkswagen haben es ihr angetan.

Mercy mag ihr zurückgezogenes Leben in Tri-Cities im Osten Washingtons. Als Skinwalkerin hält sich die Kojotin möglichst aus den Belangen des örtlichen Werwolf-Rudels heraus. Soweit das eben geht, wenn der Alpha direkt nebenan wohnt. Als jedoch ein junger Wolf in ihrer Werkstatt auftaucht, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse.

Mercy muss ihrem ruhigen Leben Auf Wiedersehen sagen und findet sich wider Willen in einem Strudel aus Lügen und Intrigen zwischen Werwölfen, Menschen, Vampiren und Hexen wieder, deren Ausmaß alles übersteigt, was sie für möglich gehalten hätte.

Zuviel des Guten

Kojoten, Werwölfe, Feen, Hexen, Gartengnome, Vampire und und und – Autorin Patricia Briggs versucht meiner Meinung nach in „Ruf des Mondes“ viel zu viele magische Wesen unterzubringen, was in diesem ersten Band absolut nicht nötig ist. Ich bin mir sicher, die Einführung weiterer magischer Gruppierungen wäre auch in den nachfolgenden Bänden problemlos möglich gewesen.

„Ruf des Mondes“ hat definitiv seine Spannungsmomente, leider sind diese alles in allem zu kurz und zu soft. Mir fehlt die Dominanz, die Leidenschaft und das Prickeln – das Unverhoffte und das Überraschende. Die Autorin presst zu viele Ereignisse und Abläufe in diesen ersten Band. Anstatt diese aber auszuarbeiten, werden die Situationen nur angeschnitten und dann abgehakt. Ein wenig mehr Input, dafür aber intensiver und detaillierter ausgearbeitet, hätte mir besser gefallen.

Natürlich gehört auch hier ein wenig erotisches Knistern mit rein. Dass die zunehmende Sympathie zwischen den beiden Protagonisten nicht gleich zu einem „Happily ever after“ führt, ist okay und passt zu beiden Charakteren.

 

Alles in allem konnte mich das Buch nicht überzeugen. Für mich gilt für „Ruf des Mondes“ ganz klar: Weniger ist mehr.
Hier gibt es einfach zu viele Protagonisten, zu viele vage Andeutungen, zu wenig Feuer.

 

„Ruf des Mondes“ | Patricia Briggs | Heyne Verlag

 ISBN: 978-3-453-52373-9

9,99€ Taschenbuch / 9,99€ eBook

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