Not in Love with Redwood Love #UnpopularOpinion

Klappentext – Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick:

Kleine Stadt, große Gefühle

Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …

Klappentext – Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss:

Alte Freunde, neue Liebe?

Redwood, Oregon. Eine kleine Stadt zwischen Bergen und Meer. Hier betreibt Flynn O’Grady gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eine Tierarztpraxis. Da er von Geburt an taub ist, muss Flynn sich bei der Arbeit mit den Tieren auf seine anderen Sinne verlassen. Und auf Gabby, seine Assistentin. Die beiden sind ein perfekt eingespieltes Team und auch privat beste Freunde. Deshalb ignoriert Flynn sein Herzklopfen, wann immer er sie zu lange ansieht. Nur lassen sich manche Dinge nicht für immer ignorieren. Vor allem, wenn man in einer Kleinstadt voller schamloser Kuppler wohnt …

 

Klappentext – Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht:

Wie Hund und Katz

Tierarzt Drake O‘Grady ist in Redwood aufgewachsen. Dieser kleine Ort an der Küste von Oregon ist sein Zuhause, hier hat er die schönsten, aber auch die schlimmsten Erfahrungen seines Lebens gemacht. Zoe Hornsby stand ihm dabei immer zur Seite. Sie ist die wichtigste Person in seinem Leben, auch wenn sie ihn öfter zur Weißglut bringt, als er zählen kann. Sie raubt ihm einfach den Verstand. Sodass er etwas vollkommen Verrücktes tut. Wie Zoe zu küssen …

Langatmig, Langweilig – leider einfach nur lang

Der Auftakt der Redwood Love-Trilogie ist definitiv der Stärkste der drei Bände. Die beiden Hauptprotagonisten treffen erstmals in einer Ausnahmesituation aufeinander und hinterlassen – ohne es zu wollen – einen bleibenden Eindruck beim jeweils anderen. Die Geschichte zwischen Avery und Cade windet sich um die Entwicklung der autistischen Hailey herum. Ihre Bedürfnisse und Besonderheiten stehen immer wieder im Fokus und geben „Es beginnt mit einem Blick“ einen besonderen Aspekt.

Die Friends-to-Lovers-Geschichten um Flynn und Gabi sowie Zoe und Drake fallen dagegen gewaltig ab. Kelly Moran beschreibt zwar auch hier das malerische Städtchen Redwood und lässt die Gefühle stellenweise hochkochen, die Storyline dagegen bleibt flach, fast schon langweilig.

Die Unsicherheiten, mit denen Flynn und Gabi zu kämpfen haben, sind nachvollziehbar, aber insgesamt wirkt die Geschichte einfach zu gewollt. Auch der Titel „Es beginnt mit einem Kuss“ passt nicht wirklich, wird doch im Buch selbst hervorgehoben, dass es der gemeinsame Tanz im Wohnzimmer ist, der irgendwie alles bisherige zwischen den beiden Freunden verändert hat.

„Es beginnt mit einer Nacht“ reißt mich leider auch nicht vom Hocker. Die Friends-to-Lovers Geschichte zwischen dem Witwer und der besten Freundin seiner verstorbenen Frau bleibt lau. Während Drake – kaum, dass er sich seiner Gefühle bewusst ist – keinerlei Zweifel an einem gemeinsamen „Für immer“ hegt, spielt auf Zoes Seite die Angst vor einer Erbkrankheit mit rein, die sie daran hindert sich vollkommen auf Drake einzulassen.

Knock-Out ab der Hälfte von „Es beginnt mit einem Kuss“

Was mich bei dieser Trilogie grundsätzlich stört, ist, dass die „Pärchen“ sofort mit den ersten Seiten ihre gegenseitige Zuneigung entdecken und sich alles weitere – alle weiteren 350 Seiten! – nur noch um die Beseitigung verschiedener Unsicherheiten dreht. Vor allem Band 2 und 3 leiden meiner Meinung nach unter der Eintönigkeit der Geschichten.

Mit der Hälfte des zweiten Bandes wäre ich fast die Wände hochgegangen weil so ziemlich jede sexuelle Spannung, jeder erotischer Gedanke und jedes Prickeln auf weiblicher Seite in den ewig gleichen Halbsätzen beschrieben wird.

Man könnte meinen der Autorin wäre die Beschreibung sexueller Intimität unangenehm. Andererseits drehen sich gut 70 Prozent der Bände (2 und 3 wohlgemerkt) um nichts anderes. Daher ist umso nerviger, dass ich als Leserin mit den stets gleichen Copy-Paste-Floskeln abgekanzelt werde:

  • „Ihre Brüste wurden schwer vor Verlangen“
  • „prickelnde Hitze sammelte sich in ihrer feuchten Mitte“
  • „ihr/sein Rücken verlor den Kontakt zur Matratze / Bett“

Ich bin von dieser Reihe enttäuscht und kann den Hype absolut nicht nachvollziehen. Redwood Love empfinde ich als flach und äußerst langatmig. Einziges Highlight ist der homosexuelle Tierarzthelfer Brent.

 

 

„Redwood Love“ | Kelly Moran | Rowohlt Verlag

 Band 1 – Es beginnt mit einem Blick: 978-3-499-27538-8 

Band 2 – Es beginnt mit einem Kuss: 978-3-499-27539-5

Band 3 – Es beginnt mit einer Nacht: 978-3-499-27540-1

12,99€ Taschenbuch / 9,99€ eBook

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6 Kommentare

  1. 23. Mai 2020 / 19:53

    Hallo Sabrina,

    ich mag deinen Beitrag.
    Ich habe die Bücher sehr gerne gelesen, weil ich den Kopf ausschalten konnte und nicht denken musste. Mir hat die Atmosphäre der Kleinstadt gefallen, aber bei “Copy und Paste” stimme ich dir total zu 😀 Am schlimmsten fand ich eigentlich wenn sich die Floskeln Romanübergreifend wiederholten, war ja schließlich ein anderes Pärchen 😀
    Insgesamt hat auch mir Teil 1 am besten gefallen.
    Manchmal gibt es verschiedene Facetten ein Buch zu bewerten. Ich hab letztens eine Krimireihe angefangen, die war so absurd unrealistisch, aber ich habe mich super gut unterhalten gefühlt. Da freue ich mich bald auf den Abschluss der Reihe. Hätte ich am Anfang auch nicht gedacht.

    Ganz liebe Grüße
    Chrissi

    • Sabrina
      Autor
      23. Mai 2020 / 20:22

      Liebe Chrissi,

      Vielen lieben Dank für dein Feedback 😊!
      Ich mag Kleinstadtromantikgeschichten sehr gerne, denn wie du schon sagtest, man kann dabei sehr gut den Kopf ausschalten und in eine andere Welt eintauchen.
      Hier haben mich einfach zu viele Aspekte gestört, über die ich irgendwann einfach nicht mehr so hinweggehen konnte.

      Deine absurde Krimireihe klingt schon allein durch deine kurze Beschreibung total spannend 🤓

      Liebe Grüße

      Sabrina

  2. 23. Mai 2020 / 8:55

    Hi,

    ich hab so viel übschwänglich Positives von dieser Reihe gelesen, dass es guttut, endlich mal eine kritische Stimme zu hören. Schon die Klappentexte konnten mich nicht richtig überzeugen, und dann der zusätzliche Hype, damit wurd’s mir dann zu viel. Bei dermaßen gehypten Büchern bin ich grundsätzlich vorsichtig. Deine Rezension ist daher erfrischend, weil sie eine andere Seite der Bücher zeigt. Lustigerweise wäre ich jetzt sogar bereit, dem ersten Band eine Chance zu geben.

    Danke für deine ehrliche Meinung. Solche “unpopular Opinions” sind nicht immer leicht, aber echt notwendig.

    Liebe Grüße & ein schönes #litnetzwerk
    Nina

    • Sabrina
      Autor
      23. Mai 2020 / 19:53

      Liebe Nina,

      Vielen Dank für deine Rückmeldung! Es freut mich, dass ich zu einem ausgewogeneren Blick beitragen und dir zugleich Lust auf eins der Bücher machen konnte 😀

      Ich mag diese Kleinstadtromantik-Geschichten zwischendurch ganz gerne. Quasi ein Stück heile Welt zum Mitnehmen. Aber diese Reihe hat mich leider enttäuscht.

      Liebe Grüße

      Sabrina

  3. 13. April 2020 / 13:10

    Hey 🙂
    ich finde es sehr schwierig bei solchen, doch sehr gehypten Büchern, immer voreingenommen an die Sache ran zu gehen. Damit habe ich mir zB damals Someone New komplett kaputt gemacht.
    Ich finde deine Kritik gut und schätze mal, dass ich, so du es beschreibst, die FInger von dieser Reihe lassen werde. Denn genau solche Reihen mag ich gar nicht mehr zu lesen.

    Danke für die Rezension und dass du dir die Bücher für uns angetan hast 🙂

    Liebe Grüße

    Andrea

    • Sabrina
      Autor
      13. April 2020 / 19:49

      Ja, unter den gehypten Büchern, gibt es einige, die ich noch nicht gelesen habe, mich aber auch nichts danach drängt. Z.B. Die ganze Someone New-Reihe, Falling fast, Save Me oder Ivy years, um nur ein paar zu nennen. Ich kann nicht mal sagen, dass es an den Rezensionen lag, aber irgendwie ist da der Funke nicht übergesprungen. Bei Redwood hat ich das Kleinstadt-Romantik-Thema angesprochen weil ich das zwischendurch ganz gerne lese. Aber, naja, du hast die Rezension ja gelesen.

      Liebe Grüße

      Sabrina

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