#WritingFriday – Dafür bin ich dankbar

Wofür bin ich dankbar? Ich denke, da gibt es viele Antworten. Je nachdem aus welchem Blickwinkel wir die Frage beantworten. Ich kann für so vieles dankbar sein. Für die kleinen Dinge, wie auch für die großen. Zum Glück – für Dich – verlangt Elizzy, dass ich mich für diesen Beitrag auf drei Punkte beschränke. Ich habe mich entschieden, das gestaffelt anzugehen. Von groß nach klein.

Wofür bin ich dankbar?

Bedingungslose Liebe

Klingt kitschig, ist aber wichtig. Mir ist es wichtig. Ebenso wie ihre Gesundheit. Nicht nur als Mensch im allgemeinen, sondern vor allem auch als Partnerin und Mama, bin ich jeden Tag dankbar dafür, dass es meinen Kindern und meinem Mann gut geht. Mit der Jüngsten habe ich im vergangenen Jahr viele Tage auf der Kinderstation verbracht und bin froh, dass wir das hinter uns lassen konnten. Ich bin dankbar, dass Corona bisher einen großen Bogen um uns gemacht hat, und hoffe, dass die Vorsichtsmaßnahmen, die wir einhalten auch weiterhin greifen. Ich bin dankbar für die Liebe meiner Kinder und die Liebe meines Mannes, die mich einfach Ich sein lassen. Bei ihnen muss ich mich nicht verstellen. Mit ihnen kann ich ernst und fröhlich sein, kann Quatsch machen, diskutieren – mal laut, mal leise, lachen, singen, tanzen, lesen, kuscheln und eben einfach sein. Ich erwähne das bewusst, weil es nicht immer selbstverständlich ist, obwohl es das sein sollte. Und vor allem weil es mir persönlich wichtig ist. Weil gesund sein, mehr ist als keine Krankheit zu haben, die man irgendwo nachschlagen kann. Sondern weil gesund sein, auch bedeutet sich wohlfühlen, geliebt zu werden wie man ist, weil man eben ist, wer man ist. Weil ich Ich bin.

 

Gelebte Vereinbarkeit

Als Mama ist das quasi der Sechster im Lotto unter den Arbeitgebern, plus Zusatzzahl. Zugegeben, es hat lange gedauert, bis wir uns gefunden haben. Das Unternehmen, für das ich arbeite und ich. Und beruflich betrachtet, war es das beste, was mir je passiert ist. Ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt, meine Kinder nicht verschwiegen weil ich das für mich nicht wollte. Und von Anfang an habe ich in allem, was meine Familie betraf nur Rückhalt erfahren? Das Kind ist Krank? Kein Problem? Die Kita hat zu? Kein Thema, ab ins HomeOffice. Du bist schwanger? Herzlichen Glückwunsch! Du willst in der Elternzeit arbeiten? Kein Problem, freut uns sehr, ab ins HomeOffice. Du willst zu den Update-Meetings kommen? Kein Problem, bring das Baby einfach mit. So lief das und läuft das noch immer. Ich musste mir zu keiner Zeit Sorgen machen, Dinge anzusprechen oder auszusprechen. Wurde immer unterstützt und beruflich gefördert. Dafür bin ich dankbar.

 

Bücher und Musik

Ja, die beiden müssen tatsächlich in einem Atemzug genannt werden. Bücher sind für mich nicht nur eine Flucht aus dem Alltag, und das meine ich gar nicht so negativ wie es Begriff “Flucht” vermuten lässt. Es ist ein Abtauschen, sich ausklinken und all die kleinen und größeren Probleme mal beiseite schieben. Bücher lese, lebe und inhaliere ich, wenn ich in mich gehen möchte. In mir etwas anderes erleben möchte. Die Musik dagegen ist mein Kanal nach außen. Laut mitsingen (egal wie schief), tanzen, egal – einfach alles rauslassen. Alleine. Nur für mich. Weil es meine Gefühle sind, die ich nach außen trage. Weil ich niemand anderem hier Ohrenschmerzen verpassen möchte 😉 Musik und Bücher sorgen dafür, dass ich im Gleichgewicht bleibe. Und die mir einen Ausweg bieten, wenn mir danach ist.

 

Wofür bist Du dankbar?

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9 Kommentare

  1. 9. Januar 2021 / 17:03

    Huhu Sabrina,

    ich konnte mir ein Lächeln bis teils Grinsen beim Lesen deines Textes einfach nicht verkneifen. Es ist alles so super, dass du die Liebe erhältst und geben kannst, die das natürlichste der Welt ist.
    Es ist super zu erfahren, dass du vonseiten deines Arbeitgebers jede nur mögliche Unterstützung erfährst.

    Bei deinem letzten Punkt haben wir sogar etwas gemeinsam. Ich liebe Musik, irgendwo in meiner Wohnung dudelt immer ein Gerät vor sich hin und auch ich trällere genüsslich mit. 😀

    Cheerio
    RoXXie

    #Bloggernetzwerk

    • Sabrina
      Autor
      13. Januar 2021 / 15:01

      Liebe RoXXie,

      es geht nicht ohne Musik!!! Hier trällert immer eins der Kinder vor sich hin, Musik läuft oder Pappbücher mit Musik werden wild durcheinander gedrückt. Ach, was sag ich eigentlich, nicht oder, sondern und. Es gibt Phasen, da erschallt hier alles gleichzeitig in den verschiedensten Lautstärken 🙂

      Liebe Grüße

      Sabrina

  2. 9. Januar 2021 / 12:56

    Hi Sabrina, ich bin im Rahmen von Elizzys Kommentier-Woche auf deinen Blog gestoßen 🙂

    Ja, im ersten Moment mag es zwar kitschig klingen, aber es sind die Dinge, die dir wichtig sind, die dir etwas bedeuten.
    Und dein Arbeitgeber klingt ja wirklich nach einem Traum, das freut mich für dich. Ich hoffe ja, dass das Arbeiten im Homeoffice zur Regel wird. Das man auch nach Corona die Wahl hat.

    Bleib gesund und liebe Grüße,
    Mel

    • Sabrina
      Autor
      9. Januar 2021 / 13:15

      Liebe Mel,

      HomeOffice als Regel wäre bestimmt für viele eine große Erleichterung. Ich bin sehr froh, dass ich schon immer auf diese Option zurückgreifen konnte, aber mit Kindern natürlich noch viel mehr.

      Liebe Grüße

      Sabrina

  3. 7. Januar 2021 / 19:44

    Hey Sabrina,

    ich kann mich da Myna nur anschliessen. Im ersten Moment beim Lesen dachte ich auch “Jaja, total kitschig.”, aber wenn man wirklich einmal darüber nachdenkt, dann ist es etwas unglaublich schönes und du kannst dich glücklich und reich schätzen, so eine Liebe erleben zu dürfen.
    Das lässt mich gleich umso dankbarer sein für die tolle und glückliche Beziehungen in meinem Leben.

    Liebe Grüsse
    Daniela

    • Sabrina
      Autor
      8. Januar 2021 / 13:47

      Liebe Daniela,

      für viele mag das etwas sein “das man halt so schreibt”, aber nicht für mich. Ich persönlich finde, gerade, wenn man auch das Gegenteil erlebt hat, nimmt man diese bedingungslose Liebe ein wenig deutlicher wahr und ist umso dankbarer dafür.

      Liebe Grüße

      Sabrina

  4. 5. Januar 2021 / 23:37

    Hallo Sabrina,

    ich bin durch Elizzys #Bloggernetzwerk auf deinen Blog aufmerksam geworden und finde ihn wirklich toll. Allein schon der Titel ist klasse. 🙂 Und deine Beiträge natürlich auch. Werde mich hier nachher noch ein bisschen umsehen.

    Weißt du, welcher Satz mir in diesem Beitrag am besten gefallen hat? “Ich erwähne das bewusst, weil es nicht immer selbstverständlich ist, obwohl es das sein sollte.” im Absatz “Bedingungslose Liebe”. Du hast damit nämlich verdammt recht. Eine Familie zu haben, die sich liebt und zusammenhält, ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist etwas Besonderes und viele Menschen erkennen das nicht. Sie betrachten es als “normal”, dass sie eine liebende Familie um sich haben, dass sie keine Angst vor ihrem Zuhause haben müssen oder sie bei ihrer Familie ganz sie selbst sein können. Aber in Wirklichkeit haben sie einfach nur großes Glück. Das Gefühl der Einsamkeit ist weiter verbreitet in unserer Gesellschaft, als die meisten Leute glauben. Und auch Gewalt, Streit und Unfrieden steht in vielen Haushalten auf der Tagesordnung. Und genau darauf macht dein Satz aufmerksam. Das hat mich sehr gefreut.

    Wofür ich dankbar bin? Dafür, dass ich diesen “Friendly Reminder” heute Abend bekommen habe. 🙂

    Liebe Grüße
    Myna

    • Sabrina
      Autor
      6. Januar 2021 / 7:21

      Liebe Myna,

      vielen lieben Dank für Dein Feedback. Es freut mich sehr, dass du das genauso siehst. Bedingungslose Liebe ist so wichtig und man sollte sich das auch immer wieder vor Augen führen. Aber mehr noch, auch kommunizieren – verbal und nonverbal. Hier finde ich beide Kommunikationswege wichtig weil wir dazu neigen viel zu erzählen, wenn der Tag lang ist, aber mit Gesten und Taten auszudrücken, dass wir tatsächlich meinen, was wir sagen, unterstützt unsere Worte auf einer ganz anderen Ebene.

      Liebe Grüße

      Sabrina

      • 6. Januar 2021 / 20:13

        Hallo liebe Sabrina,

        ja, da gebe ich dir ganz recht. Kommunikation ist das A und O. Und es ist wichtig, dass man selbst einen Schritt auf Andere zu macht, wenn man sich einsam oder unglücklich fühlt, anstatt zu warten, bis sich die Verhältnisse von allein ändern. Das klappt nämlich meistens nicht.

        Liebe Grüße
        Myna

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