„Zurück in Virgin River“ von Robyn Carr

Rezensionsexemplar „Zurück in Virgin River“ – Werbung unbezahlt – NetGalley – MIRA Taschenbuch/HarperCollins

Er ist „Zurück in Virgin River“ – und doch ist alles anders. Was einmal zuhause war, ein Zufluchtsort mit Freunden und Familie, ist jetzt nur noch eine Last. All diese Menschen, mit ihrem Mitleid, die so dringend helfen und ihn wieder in Ordnung bringen wollten, würde er am liebsten alle zum Mond schießen. Nichts würde mehr so sein wie früher. Gar nichts. Und in Ordnung gebracht werden konnte er auch nicht. Es sei denn, die Leute aus Virgin River konnten plötzlich zaubern. Er war ein Krüppel. Eine Last – und die wollte er niemandem aufbürden. Schon gar nicht seiner Freundin Liz, die ohne ihn definitiv besser dran war.

Verwirrt in Virgin River

Von Staffel Eins in Buch Sieben zu springen ist enorm. Gerade nähern sich Mel und Jack noch an und jetzt sind sie verheiratet und haben zwei Kinder. Aber damit war zu rechnen. Verwirrt hat mich eher der Einstieg. Der gesamte Klappentext dreht sich um Liz und Rick. Das Buch beginnt aber an einer völlig anderen Stelle, mit einem völlig anderen Paar und es dauert eine ganze Weile, bis man schließlich auf Rick bzw. auf Rick und Liz trifft.

Dass bei Romanen wie „Virgin River“ (oder beispielsweise auch der Gansett Island Reihe von Marie Force) gerne verschiedene Paare oder Familien während eines Buches beleuchtet werden, ist normal. Allerdings hat mir bei „Zurück in Virgin River“ der Fokus gefehlt. All die anderen Paare und ihre Entwicklungen, um die es neben Liz und Rick noch ging, haben gefühlt wesentlich mehr Raum eingenommen, als die beiden, die in der Geschichte eigentlich im Mittelpunkt hätten stehen sollen.

Achterbahnfahrt der Gefühle

Liz und Rick sind interessante Protagonisten, die gemeinsam viel überstanden haben und hier auf ihre vielleicht schwerste Krise zusteuern. Sie handeln beide aus Liebe. Versuchen das Richtige zu tun. Doch letztlich ist es Rick, der „erwachsen werden“ und sein Schicksal annehmen muss, wenn er und Liz eine Zukunft haben wollen. Liz hat diesen Prozess bereits durchlaufen und ist für ihr Alter sehr viel reifer, als man es erwarten würde. 

Doch egal, welches Paar und welches Schicksal gerade im Vordergrund stand, Autorin Robyn Carr hat es geschafft, ihre Schicksale gefühlvoll und herzergreifend in Worte zu fassen. Mir sind bei „Zurück in Virgin River“ tatsächlich mehr als einmal die Tränen geflossen.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Die Figuren sind vielseitig, interessant, mal mehr und mal weniger sympathisch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich gut in das sympathische Drama von Virgin River hineingefunden würde aber dennoch dazu raten die Bücher der Reihe nach zu lesen.

 

„Zurück in Virgin River“ Band 7 | Robyn Carr
MIRA Taschenbuch HarperCollins |  ISBN: 978-3-7457-0176-0
10,99€ Taschenbuch; 7,99€ eBook
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