Angelus-Saga – Blutrünstige Engel in Venedig

Ebook Cover "Rückkehr der Engel von Sarah Woolf umringt von Lichterketten neben einer Duftkerze

Angelus-Saga: „Rückkehr der Engel“ – „Zorn der Engel“ – „Buch der Engel“

Das Schlimmste, was dir bei einem Marah Woolf-Roman passieren kann?

Dass du das Buch nicht mehr aus der Hand legen kannst. Und damit meine ich nicht nur das Buch, sondern die gesamte Trilogie. Bereits „Götterfunke“ habe ich seinerzeit an einem Wochenende verschlungen, mit der Angelus Saga erging es mir nicht viel anders.

Die Angelus Saga lag – ungeplant, aber dennoch – ziemlich lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Am Ende lag die „Rückkehr der Engel“ dort solange bis nach „Zorn der Engel“ auch das „Buch der Engel“ erschienen war. Im Nachhinein muss ich sagen: Was für ein Glück!

Es gibt ja fast nichts Schlimmeres, nein okay, es gibt definitiv nichts Schlimmeres als mit einem Cliffhanger zurückzubleiben, um dann Wochen, wenn nicht sogar Monate auf den nächsten Band warten zu müssen.

Darum geht es in der Angelus-Saga

Moon, eine starke, emotionale Kämpferin, will eigentlich nur ihre Geschwister beschützen und ansonsten auffällig in der Masse verschwinden. Schwierig, wenn man als junge Frau drei Jahre lang ungeschlagen die Arena verlässt, um dann eines Tages Lucifer höchstselbst gegenüber zu stehen.

Von diesem Moment an gerät Moon diAngelis in einen Strudel aus Macht, Streit, Intrigen und Lügen – aber auch aus Liebe, Zuneigung, Freundschaft, Wut, Verzweiflung und Trauer. Kann sie ihren neuen Freunden vertrauen? Hat sie den Hauch einer Chance gegen die tyrannischen und blutrünstigen Engel zu gewinnen? Oder ist am Ende nichts so wie es scheint?

Ebook Cover "Rückkehr der Engel von Sarah Woolf umringt von Lichterketten neben einer DuftkerzeMoon zwischen den Fronten

Mit der Geschichte um Moon, Star und die Engel in Venedig hat Autorin Sarah Woolf eine emotionsgeladenes Trilogie geschaffen. Denn es geht um weit mehr als den Disput der Engel untereinander und dem Krieg zwischen Engeln und Menschen, bei dem die irdischen Frauen und Männer scheinbar chancenlos sind.

Die Entscheidung der Autorin die gesamte Geschichte rein aus Sicht der Hauptprotagonistin Moon zu erzählen, kann ich nachvollziehen. Die gewählte Zeitform Präsens entspricht zwar nicht unbedingt meinem Geschmack.

Das liegt vor allem daran, dass es nur wenige Autor:innen schaffen, diese Form wirklich gut umzusetzen. Marah Woolf ist definitiv einer dieser wenigen und zieht mich als Leserin damit direkt an Moons. Wie ein Schatten folge ich ihr durch Venedig, erlebe die Kämpfe in der Arena, ihre Gefühle für die Männer, die ihren Weg kreuzen, die Hoffnung, Angst, Wut und Enttäuschung.

Religion und Mythos neu erzählt

Marah Woolf, die mit Vorliebe Mythologien in ihren Werken verarbeitet, ist mit der Angelus-Saga eine Trilogie gelungen, die die Geschichte um die Existenz der Engel so gekonnt als Bestandteil der Handlungen einfließen lässt, dass man nicht das Gefühl hat, die Autorin möchte jemanden bekehren.

Die Entwicklungen und Erzählungen, denen Marah Woolf einen völlig neuen Touch verleiht, spinnen sich ganz natürlich um Moon, Star und die Erzengel. Dennoch sind es nicht die Mythologien, die mich durch das Buch getragen haben, sondern die Vielfalt der Charaktere, von denen jede noch so unscheinbare Randfigur einen wichtigen Teil zur Geschichte beiträgt.

 

Die wilde Moon, die stille Star, der undurchschaubare Lucifer, der gute Alessio, der grausame Gabriel, der arrogante Raphael, die großmütterliche Alberta und viele mehr.
Manche sind, wer sie sind, andere überraschen uns mit einer unerwarteten Wendung in der Angelus-Saga. 

 

 

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